Husum können Sie „links liegen lassen“… oder vielleicht doch besser rechts. Denn seit eine Straßenverbindung direkt an der Bahnstrecke entlang nach rund 20 Jahren fertiggestellt wurde, ist dieser Weg schneller und schöner. Dabei können Sie auch einen Blick auf den Husumer Binnenhafen werfen. Wenn Sie dann von Husum nach Schobüll fahren, sehen Sie auf der linken Seite schon in der Ferne Nordstrand – die Insel im Wattenmeer. Haben Sie das neue Deichtor durchfahren, sind Sie auf den letzten Metern zu Ihrem Urlaubsziel: Ruhe, Seeluft, Deiche, Schafe, Weite, Himmel und Meer erwarten Sie.

Deichtor Wobbenbüll Schobüll Halebüll Nordstrand
Meer Nordsee Wattenmeer Ferienhaus Reynders Nordstrand

Natürlich gibt es auch die Extreme: Ebbe und Flut, Sturm und Windstille (die allerdings nur selten), grüne Strände und weites Meer. Für das leibliche Wohl sorgen einige Gastronomiebetriebe mit leckeren nordfriesischen Spezialitäten. 

Wenn Sie den Urlaub ausschließlich auf Nordstrand verbringen wollen, finden sie für die Einkäufe des täglichen Bedarfs zwei Supermärkte, drei Bäcker, eine Imkerei, ein „Freilandladen“ mit „Grööntüch“, einen Eierhof oder auch am Straßenrand so manch einen „Hobbyproduzenten“. Krabben und Fisch gibt es im Inselfisch oder direkt vom Kutter in Strucklahnungshörn.

Nordstrand bietet viele Möglichkeiten: 

  • Fahrradfahren rundum am Meer entlang oder auch mitten auf der Insel – viele Fahrradwege sind vorhanden. 
  • Spazieren am Strand und im Watt
  • Geführte Touren durch das Watt – auch bis zur Hallig Südfall
  • Eine Kutschfahrt zur Hallig Südfall (frühzeitige Anmeldung noch vor dem Urlaub ist sinnvoll, da die Fahrten sehr schnell ausgebucht sind)
  • Ein gemütliches kleines Schwimmbad mit Sauna
  • Die Adler-Reederei mit Schiffsausflügen ins Wattenmeer und sogar bis zur Hallig Hooge und den Inseln Amrum und Sylt
  • Eine Fähre für eine Tagestour nach Pellworm
  • Und natürlich den Nordstrander Damm für Besichtigungen und Ausflüge aufs Festland und in die Umgebung – der ideale Ausgangspunkt für ihren Urlaub
Baden Meer Nordsee Wattenmeer Ferienhaus Reynders Nordstrand
Norderhafen Meer Nordsee Wattenmeer Ferienhaus Reynders Nordstrand

Wo ist denn der Strand?

Fahren Sie einfach in irgendeine Richtung, und wenn Sie an einen Deich kommen, klettern Sie hoch – und dann finden Sie das Meer. Manchmal ist es allerdings auch nicht da – schließlich brauchen auch die Pellwormer Einwohner Wasser, und so teilen wir es uns mit Ihnen. Aber alle sechs Stunden kommt es wieder. Setzen Sie sich doch einmal für drei Stunden bei auflaufendem Wasser auf den Deich und schauen Sie, wie schnell das Wasser kommt. Ein faszinierendes Schauspiel der Natur. Ebbe und Flut –  der sogenannte „Tidenhub“ beträgt übrigens am Husumer Pegel 3,5 Meter – also seien Sie vorsichtig, wenn Sie bei Ebbe ins Watt gehen – das Waser kommt schnell, und dann erreichen Sie das rettende Ufer nicht mehr.

Dörfer gibt es bei uns uns nicht – allerdings kleinere Ansammlungen von Häusern. So sind es von unserer Ferienwohnung aus nur 1,5 km bis nach „England“, bis zum sonnigen „Süden“ sind es nur 600 m, der „Westen“ beginnt bei uns nach 1,3 km, und nach 4 km sind Sie „Oben“… 3 km benötigen sie bis zum nächsten Ort – zum Elisabeth-Sophien-Koog. Der gehört nicht zu Nordstrand, liegt aber auf Nordstrand. Den während sechs „Köge“ (das sind die Landbereiche, die mit einem Deich umgeben sind, heute Innendeiche) zur Gemeinde Nordstrand gehren, hat sich ein Koog allen Eingemeindungsversuchen widersetzt – fast wie bei Asterix und den Galliern… Dort gibt es keinen Gemeinderat, alle Einwohner entscheiden gemeinsam, was gemacht wird. 

Ferienhaus Reynders Nordstrand
Pharisäerhof Nordstrand Ferienhaus Reynders

Dieser Koog hat noch eine Besonderheit: den „Pharisäerhof“. Dort ist der legendäre „Pharisäer“ entstanden, unser „Nationalgetränk“, bestehend aus Rum, Zucker, Kaffee und besonders „fetter“ Sahne… Anlässlich der Taufe seines Kindes hatte der Bauer Johannsen auf seinen Hof zur Feier eingeladen. Dem Pastor war der Alkoholgenuss der Nordstrander sowieso ein Dorn im Auge, und so bat er darum, auf Alkohol zu verzichten. Das wollte der Bauer nicht, und deshalb gab er angewärmten Rum in die Tasse, verrührte ihn mit Zucker, goss heißen Kaffee darauf und gab obendrauf eine Rahmschicht, damit man den Alkohol nicht riechen konnte. Alle bekamen den „angereicherten“ Kaffee, nur der Pastor bekam ihn ohne Rum. Die Gesellschaft wurde immer fröhlicher, und irgendwann vertauschte jemand die Tassen und gab dem Pastor eine Tasse, in der sich Rum befand. Er merkte den „Schwindel“ und rief: „Oh, ihr Pharisäer“. So erhielt das Getränk seinen Namen. Deshalb darf man einen „Pharisäer“ bis heute nicht umrühren, weil sonst der Alkohol zu riechen ist.

Bei uns können Sie zudem auf Weltreise gehen: von Nordstrand über England nach Kamerun. Das ist ganz einfach: 

Von unserem Ferienhaus radeln Sie nach England, von dort über den Moordeich Richtung Süderhafen, und am Ende des Moordeiches biegen Sie erst rechts ab und kurz danach nach links: schon sind Sie in Kamerun. Mit dem Fahrrad 5,7 km und 20 Minuten, zu Fuß eine gute Stunde. 

England Nordstrand Ferienhaus Reynders
Kamerun Nordstrand Ferienhaus Reynders

Um 900 siedelten die Friesen in der „Uthlande“, wie das Gebiet des heutigen Nordfriesland damals hieß – das Außen-Land. Nordstrand lag noch mitten im Festland, die Küste verlief auf der Linie von Sylt über Amrum bis nach St. Peter-Ording. Doch das Meer suchte sich immer wieder seinen Weg in das „feste“ Land. 1362 gab es die Rungholt-Flut, die erste große „Mandränke“, bei der die Deiche in weiten Bereichen zerstört wurden und das Meer bis etwa an die heutige Küstenlinie flutete. Die Bewohner begann, die Landreste dort, wo es sinnvoll war, mit Deichen zu sichern, und so entstand eine große Insel, die Insel Strand, die das heutige Nordstrand, Nordstrandischmoor und Pellworm umfasste und 1634 fertiggestellt war. Am 11. Oktober 1634 kam jedoch eine neue Sturmflut, die zweite „Mandränke“. An 44 Stellen brachen die Deiche, von den 9.000 Einwohner ertranken rund 6.400 in den Fluten, die Insel wurde zerrissen. 

Niederländische Deichbauer begannen ab 1652 mit der Wiedereindeichung, und so entstand die heutige Insel Nordstrand langsam wieder – 1654 wurde der Alten Koog eingedeicht, 1657 der Osterkoog, 1663 der Trendermarschkoog, 1691 der Neukoog, 1738 ein Christianskoog, der 1752 in einer Sturmflut unterging, an dessen Stelle dann 1771 der Elisabeth-Sophien-Koog, 1866 der Morsumkoog, 1923 der Pohnshalligkoog, und mit dem Nordstrander Damm 1933/34 wurde die Insel an das Festland angeschlossen und war dann jederzeit erreichbar. 1987 wurde aus Küstenschutzgründen noch der Beltringharder Koog eingedeicht. Doch bis heute ist Nordstrand immer noch eine Insel – Klima und Wetter sind inseltypisch.